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LECON TECHNISCHE KONSTRUKTIONEN & DESIGN GmbH
1850 /2026
THE ENTREPRENEURS
Annemarie Lehner-Schmid
1929 - 2022
Architektin, Designerin
Annemarie Schmid, geb. 9.5.1929 als Tochter von Emilie Schmid-Lorenz und Karl Schmid in Wien-Josefstadt, Urenkelin Theresia Hauers und 4. Generation der Familienunternehmungen,
absolvierte nach Abschluss des Gymnasiums Langegasse die Hochschule für Angewandte Kunst. Sie begann ihre Karriere als Textil- und Modedesignerin. Mit Ihrer Tätigkeit für mehrere Brillenhersteller prägte sie die Aesthetik der 60er, 70er und 80er Jahre entscheidend mit. Gleichzeitig ist sie als Innenarchitektin tätig.
1954 steigt Annemarie Schmid in das Familienunternehmen ein und übernimmt von Ihrer Mutter Emilie den Bereich Design.
Zur Neustrukturierung der bestehenden Geschäfstfelder - Theresia Hauer® Chocolade Wien-Josefstadt 1850, Trachten Lorenz seit 1890, Schmid & Söhne Fahrzeugbau seit 1900, Ännimore seit 1954 – setzte sie 1961 gemeinsam mit Ihrem Mann Robert B. Lehner in der Robert Lehner OHG ihren persönlichen Schwerpunkt Import und Handel mit Innenarchitektur- und Lifestyle-Produkte sowie einem Getränkeimport (GeneralVertretung Champagne Pol Roger, Girard Cognac).
1994 Mitgründerin der Lecon Technische Konstruktionen & Design GmbH und 1995 der Lecon Produkte Vertriebs GmbH, 2003 Gründerin der Lipizzanerkugel Produktions- und Vertriebs GmbH.
Annemarie Lehner ist bis zu ihrem Tod 2022 in Wien aktiv im Unternehmen tätig. Sie ist damit die jemals längstdienendste Geschäftsfrau Österreichs.
Robert B. Lehner
1930 - 1984
Kaufmann
Robert B. Lehner, geb. 24.2.1930 in Wien. Nach Besuch des Gymnasiums der Schulbrüder in Wien Strebersdorf und der Hochschule für Welthandel war er 1952-1954 für Olivetti S.r.l. in Venedig, 1954-1956 in Milano, 1956-1959 in Klagenfurt und ab 1959 in Wien tätig. Danach welchselte er zu Texaco und schließlich zur ÖMV. 1961 Gründung der Robert Lehner OHG gemeinsam mit seiner Frau Annemarie Lehner-Schmid .
Robert B. Lehner lebt mit seiner Familie bis zu seinem frühen Tod 1984 in Wien und in Steinbach am Attersee.
Emilie Schmid-Lorenz
1891 - 1970
Modistin, Schokoladeproduzentin
Geboren 1899 in Wien. Nach Besuch der „Schule für Höhere Töchter“ in Wien Langegasse erlernte die Tochter von Anna und Karl Lorenz das Modistinnen-Handwerk, das sie 1907 mit Diplom abschloss. Danach stieg sie in den Betrieb ihrer Eltern ein, der aus einem Trachten- & Hutmodehaus in 1080 Wien, Langegasse 48. 1922 Heirat mit dem Fahrzeug-Konstrukteur, Rennfahrer und Piloten Karl Schmid und 1923 Geburt Ihres Sohnes Alfred Schmid und 1929 ihrer Tochter Annemarie Schmid.
Emilie Schmid-Lorenz übernimmt 1934 den Modesalon Ihrer Mutter sowie gemeinsam mit ihrer Schwester Gisela die Schokoladeproduktion in 1080 Wien, Schlösselgasse ihrer Grossmutter Theresia Hauer, die nach dem Tod von Theresia Hauer 1900 bis 1934 von ihrer Mutter Anna Lorenz und ihrer Tante Christine Leiningen geführt wurde.
Unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges knüpft Emilie Schmid-Lorenz an die Unternehmungen der Vor- und Zwischenkriegszeit an, insbesondere an die Schokoladeproduktion. Obwohl die Zutaten in der unmittelbaren Nachkriegszeit nur schwer aufzutreiben waren, lässt sie als erstes die Tortenproduktion wieder aufleben.
Emilie Lorenz ist in ihren Tätigkeitsbereichen Modedesign und Leitung der Schokolade-Produktion bis zu Ihrem Tod 1970 im Unternehmen tätig. Einer ihrer grossen Verdienste ist es, die Geschäftsbereiche allen Widrigkeiten der Nachkriegsjahre zum Trotz zu bewahren, wiederaufleben zu lassen und mit ihren beiden Kindern gemeinsam in ein neues Zeitalter zu führen.
Alfred Schmid
1923 - 1982
Automobil Konstrukteur & Designer
Alfred Schmid wirde 1923 in Wien geboren. Nach Besuch des Piaristen-Gymnasiums in 1080 Wien, Studium der Rechtswissenschaften an der Univ. Wien sowie Studium an der Technischen Universität Wien stieg er 1948 schon während seines Studiums in den Betrieb seines Vaters Karl Schmid und Grossvaters Laurenz Schmid in 1010 Wien, Bartensteingasse ein. Zunächst als technischer Zeichner und Konstrukteur, später im Bereich Fertigung und Motorsport tätig, entstanden eine Reihe von Neuentwicklungen zu Leistungssteigerung und Fahrsicherheit. 1962 eröffnete er in München sein eigenes Konstruktionsbüro mit seinem persönlichen Schwerpunkt Motorsport, das er 1966 in Duisburg in enger Verbindung mit der ansässigen Stahl- und Automobil-Zulieferindustrie weiterführte. Alfred Schmid lebte bis zu seinem Tod 1982 in Mühlheim an der Ruhr.
Karl Schmid
1898 - 1972
Automobil- & Motoren-Konstrukteur, Rennfahrer, Pilot
Karl Schmid wurde 1898 in Wien geboren. Nach Besuch des Piaristen-Gymnasiums in der 1080 Wien folgte die Ausbildung zum Piloten und Besuch der Technischen Hochschule. Danach trat er bald in das Unternehmen seines Vaters, des Automobilpioniers Laurenz Schmid ein. Bis Ende der 1950er Jahre als Test- und Rennfahrer auf Lancia, Moto Guzzi und Porsche sowie mit Eigenkonstruktionen erfolgreich.1922 heiratete er Emilie Lorenz, die er über deren Cousin, den späteren Nobelpreisträger Konrad Lorenz kennenlernte. 1923 wurden sein Sohn Alfred Schmid und 1929 seine Tochter Annemarie Schmid geboren. Bis in die 1960er Jahre setzte er sein technisches Engagement im Motorsport mit zahlreichen Konstruktionen fort und blieb bis zu seinem Tod 1972als Konstrukteur tätig.
Die Begeisterung Karl Schmids für den Motorsport und seine Kenntnisse als Pilot führten zu einer eigenen Rennsportabteilung in der zahreiche Entwicklungen für die Bergrennwagen der 1920 und 1930er Jahren entstanden, wie etwa die „Hardy-Scheibe“ zur Dämpfung der Lenkvibrationen, mit denen Karl u.a. bei den Wiener Exelberg und Salzburger Gaisbergrennen auf Lancia und auf MotoGuzzi erfolgreich war.
Laurenz Schmid
Unternehmer, Automobilpionier
Laurenz Schmid wurde 1870 in Wien gebpren. Nach Besuch des Piaristen-Gymnasiums in Wien erkannte er sehr bald die Chancen in der beginnenden Industriellen Revolution und begann seine kaufmännische Tätigkeit mit einem Nähmaschinen-Handel, den er sehr bald auf Fahrräder und „Motor-Reitwagen“ erweiterte. 1898 heiratete er Anna Erhard, die Tante des späteren deutschen Wirtschaftsministers und Bundeskanzlers, und sie bekamen zwei Söhne.Ab Anfang der 1910er Jahre widmete sich Laurenz Schmid auch der Pferdezucht auf seinem von ihm gegründeten Gestüt in Guldenfurt unweit der heutigen Grenze des nördlichen Weinviertels und versorgte v.a. die k.u.k. Armee. Ab Anfang der 1930er Jahre zog sich Laurenz aus dem Wiener Betrieb zurück und übergab ihn seinen beiden Söhnen. Laurenz Schmid lebte bis zu seinem Tod 1936 mit seiner Familie in Wien und Guldenfurt.
1900 Gründung des Laurenz Schmid Technischen Konstruktions Bureaus in 1010 Wien, Bartensteingasse, unmittelbar neben dem Wiener Rathaus. Handel mit Nähmaschinen, Fahrrädern, Automobilen, Werkstattbetrieb sowie Automobil- und Rennwagenbau. Handelsvertretungen von Lancia und Moto Guzzi.
Anna & Karl Lorenz
Wiener Trachtenmode
Anna Lorenz-Staudigl wird 1865 in Wien geboren. Nach Besuch des „Lyceums für Höhere Töchter“ in Wien Langegasse trat die Tochter von Theresia Hauer 1885 in den elterlichen Betrieb in der Wiener Schlösselgasse ein, die damals neben der Schokoladeproduktion bereits eine Stadtfiliale am Wiener Stephansplatz betrieb.1887 Heirat mit dem in 1080 Wien Langegasse ansässigen Unternehmer Karl Lorenz. 1889 wurden ihre Tochter Gisella Lorenz und 1991 Emilie Lorenz geboren.
1890 eröffnete Theresia Hauers Schwiegersohn Karl Lorenz und ihre Tochter Anna Lorenz-Staudigl den Lorenz Trachtenmode Salon in Wien 8, Langegasse. Karl Lorenz stirbt schon früh im Jahre 1895. Das Unternehmen wird von seiner Frau Anna Lorenz in die nächsten Jahrzehnte weitergeführt.
Ab 1895, nach dem frühen Tod Ihres Mannes Karl Lorenz, führt Anna Lorenz das Unternehmens Lorenz Trachten allein, sowie ab 1900 zusätzlich das Unternehmen ihrer verstorbenen Mutter Theresia Hauer gemeinsam mit ihrer Schwester Christine gef. Gräfin zu Leiningen weiter. Sie lebte bis zu ihrem Tod 1934 mit ihrer Familie in Wien-Josefstadt.
Wilhelm Eichele
1825 - 1895
Baumeister und Natursteinproduzent in der Wiener Ringstrassenzeit.
Geboren 1825 in Wien. Nach Besuch des Gymnasiums in Wien begann Wilhelm Eichele 1843 die Ausbildung zum Baumeister. Nach Jahren in der Planung für ein bekanntes Wiener Baubüro gelang es ihm Partner des Planungsteams zur Gestaltung eines der bedeutendsten und umfangreichsten Städte-Bauprojekte des 19. Jahrhunderts zu werden, dem Bau der Wiener Ringstrasse.
Theresias Hauers Bruder Wilhelm Eichele wurde zu einem der führenden Baumeister und Natursteinbetriebe der Wiener Ringstrassenzeit mit Baubeteiligung an an Rathaus, Universität, Parlament, Staatsoper und mehrerer Ringstrassenpalais. Gleichzeitig erwarb er 1860 in Sütto an der Donau nahe Budapest einen ergiebigen Marmor-Steinbruch, der später als Donau-Marmor bekannt wurde, und erarbeitet sich im aufkeimenden Industriezeitalter in jahrelanger Praxis Erfahrung in der Naturstein-Verarbeitung. Innovative Natursteintechnik war auch notwendig, um die Herausforderungen an Bedarf und künstlerischen Ansprüchen der Ringstrassen-Architektur erfüllen zu können. Dies führte ihn auch zur Entwicklung einer Anzahl an neuen Technologien zu Natursteinschnitt und -Schliff mit welchen er sowohl als Baumeister und Techniker, als auch als Einkäufer seine technischen Innovationen und Maschinen an die wichtigsten Marmor-Steinbrüche Europas verkaufte, um die gewünschte Qualität in der benötigten Menge zum bestmöglichen Preis zu erhalten.
Er lebte bis zu ihrem Tod 1895 mit seiner Familie in Wien und nahe seines Donau-Marmor-Steinbruchs in Schütte an der Donau. Seine Büste ist unter den Arkaden des Wiener Rathauses angebracht.
Wolfgang Robert Lehner
* 1961
Kaufmann, Designer, Konstrukteur
Geboren am 1961 in 1080 Wien als Sohn von Robert B. Lehner, Kaufmann, und Annemarie Lehner, Architektin, Designerin. 1968-1972 Piaristen Privatvolksschule in 1080 Wien, 1972-1980 Piaristen-Gymnasium in 1080 Wien, Matura mit Auszeichnung, 1980-1984 Univ. Wien, Studium der Rechtswissenschaften, 1981-1985 Univ. Wien, Zweitstudium der Theaterwissenschaft & Philosophie.
1984 nach dem frühen Tod seines Vaters, Robert B. Lehner (1930-1984), Eintritt des damals 22 Jährigen in das Familienunternehmen Robert Lehner OHG.
1994 Gründung der Lecon Technische Konstruktionen & Design GmbH.1995 Gründung der Lecon Produkte Vertriebs GmbH. 2022 Neustrukturierung zur Lecon Industries Group.
Theresia Hauer
1829 - 1900
Pionierin der weißen Schokolade & der Nougat-Marzipan-Pralinen, Erfinderin der Rezepte zu den glutenfreien
THERESIA HAUER® TORTEN & KUGELN sowie
LIPIZZANER® TORTEN & LIPIZZANER® KUGELN
Gründerin des seit 1850 bestehenden Familienunternehmens
Theresia Hauer wurde 1829 als Tochter eines Gastwirtes in Wien Josefstadt geboren. Schon in jungen Jahren arbeitete sie im elterlichen Betrieb in der Schlösselgasse/ Wickenburggasse, dem bekannten Restaurant Jägerhof mit angeschlossener Patisserie und Confiserie mit, den sie nach dem frühen Tod ihres Vaters 1850 im Alter von nur 21 Jahren übernahm.
1850 Gründung der Theresia Hauer Chocolade Manufaktur Wien-Josefstadt. 1875 Eröffnung der Filiale Theresea Hauer Chocolade am Wiener Stephansplatz 6. 1893 Filiale München, 1895 Filiale London.
Sie lebte bis zu Ihrem Tod 1900 mit Ihrer Familie in Wien-Josefstadt.